Lehrkräftemotivation aus Sicht der Erwartungs-Wert-Theorie: Zusammenhänge der motivationalen Überzeugungen mit der Berufswahl, Unterrichtsgestaltung und beruflichem Engagement

Abstract

Die Motivation von (angehenden) Lehrkräften ist eine zentrale Komponente ihrer professionellen Kompetenz und kann eine bedeutsame Rolle für die Wahl des Lehrberufs, die Berufszufriedenheit und den Verbleib im Lehrberuf sowie das Unterrichtshandeln und Engagement von Lehrkräften spielen. Dieser Beitrag befasst sich mit der Lehrkräftemotivation aus der Perspektive der Erwartungs-Wert-Theorie von Eccles und Kolleg*innen (1983). Dabei werden die beiden zentralen Facetten der Lehrkraftmotivation gemäß der Erwartungs-Wert-Theorie – Erfolgserwartungen (»Kann ich das?«) und subjektive Werte (»Will ich das?«) – beschrieben und deren bisherige Operationalisierung in der Forschung sowie ihre Bedeutung im Kontext des Lehrberufs aufgezeigt. Der Beitrag fasst die vorhandene Evidenz zu drei Forschungsschwerpunkten mit einem Bezug zur Erwartungs-Wert-Theorie im Lehrkontext zusammen: (1) die Motivation zur Wahl eines Lehramtsstudiums bzw. des Lehrberufs, (2) die Zusammenhänge zwischen den motivationalen Überzeugungen von Lehrkräften, ihrem Unterrichtshandeln und den Lernergebnissen ihrer Schülerinnen und Schüler sowie (3) die Bedeutung der motivationalen Überzeugungen der Lehrkraft für außerunterrichtliches Engagement, beispielsweise in der beruflichen Weiterbildung.

Publication
In A. Bach & G. Hagenauer (Hrsg.), Motivation und Emotion von Lehrpersonen (S. 19–34). Waxmann